Wieder ein Rückschlag im Abstiegskampf

Die zweite Damenmannschaft der HSG Mythen-Shooters wurde am Samstag im Abstiegskampf vorerst zurückgebunden. Welche Konsequenzen im Hinblick auf den Ligaverbleib die Niederlage gegen Hochdorf wirklich haben wird, wird sich erst in den kommenden zwei Wochen zeigen.

Aufholjagden blieben unvollendet
Nach dem Sieg vor zehn Tagen gegen den direkten Konkurrenten Oensingen winkte den Shooters am Samstag die Gelegenheit, mit einem Sieg den einzigen Abstiegsplatz temporär zu verlassen. Es blieb eine ungenutzte Chance. Apropos ungenutzte Chance: Im Spiel gegen Hochdorf hätten sich den Gastgeberinnen in der Muotathaler Mehrzweckhalle diverse solche geboten, um den Ausgleich oder zumindest den Anschlusstreffer herzustellen. Nur einmal aber vermochten die Shooters die sich früh eingebrockte Hypothek (1:4 nach 7 Minuten) auf ein Tor zu verringern, zwischenzeitlich betrug der Rückstand auch mal fünf bis sechs Tore. Zwar schafften es die Gastgeberinnen immer wieder, sich danach ins Spiel zurück zu kämpfen, doch blieben diese Aufholjagden jeweils unvollendet. Auch nach dem Anschlusstreffer zum 18:19 knapp 20 Minuten vor der Sirene hatte sich die Anzahl Minustreffer danach rasch wieder erhöht, wenig später waren es bereits wieder fünf Einheiten (20:25). Zu wenig kompakt präsentierte sich das Heimteam in der Abwehr, zu ideenlos agierend in der Offensive. Die dort gezeigten Einzelaktionen und teilweise schönen Abschlüsse aus dem Rückraum erwiesen sich zwar als durchaus ansehnlich, waren aber zu wenig, um eine Wende zu erzwingen. Und dass die Shooters bis zuletzt weiterkämpften und so auch in der Schlussphase nochmals näher an den Gegner herankamen, war zwar ebenso positiv zu bewerten, blieb in der Endabrechnung mit Blick auf die Vergabe der im Abstiegskampf so dringend benötigten Punkte aber genauso wertlos.

Hoffen auf fremde Hilfe
Nun heisst es aus Shooters-Optik im Abstiegskampf hoffen und bangen – und dabei auch fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen. Denn anstatt im Abstiegs-Fernduell mit Oensingen vorzulegen, bietet sich den an diesem Wochenende spielfrei gewesenen Solothurnerinnen nun am kommenden Samstag mit einem Sieg über die SG Stans/Altdorf die Gelegenheit, den Ligaerhalt so gut wie sicher einzutüten und somit die Shooters in die 3. Liga zu verbannen. In diesem Fall würde Oensingen wieder auf zwei Punkte davonzuziehen. Bei danach noch je einer auszutragenen Partie und der deutlich schlechteren Tordifferenz der Schwyzerinnen (aktuell -25 zu -45) dürfte in jenem Fall der Abstiegskampf entschieden sein. Bleiben die Oensingen Panthers am Samstag ohne Sieg, könnten sie die Entscheidung im Abstiegskampf am darauffolgenden Freitag mit Punktezuwachs bei der SG Malters/Emmen herbeiführen. Erst einen Tag später greifen dann auch die Shooters nochmals ins Geschehen ein – am 6. Mai steht das Rückspiel in Hochdorf an. Bis dahin regiert im Shooters-Lager also das Prinzip Hoffnung. Hoffnung, dass am letzten Spieltag die Chance auf den Ligaerhalt noch immer vorhanden sein wird.
Die Aufstellung:
Heinzer M./Suter A.; Annen, Betschart C., Betschart N., Betschart O., Denes, Heinzer E., Heinzer J., Heinzer N., Litschi, Suter B., Torelli, Zgraggen.

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch (Archivbild)

 

23. April 2023, Dino Beck | zur Vorschau