Nächster Dämpfer im Abstiegskampf

22.04.22 20:45 Uhr in Brugg Mülimatt
Männer 2. Liga
Handball Brugg 1 - HSG Mythen-Shooters
32:24 (18:15)

Im wichtigen Spiel bei Abstiegskampf-Mitkonkurrent Handball Brugg bezog die erste Herrenmannschaft der HSG Mythen-Shooters eine weitere Niederlage. Zwei Runden vor Schluss stehen die Zeichen so immer deutlicher auf Gang in die Barrage.

Kreisanspiele und technische Fehler machten Shooters zu schaffen
Vor dem Spiel befand sich Gegner Brugg wie die Shooters noch mittendrin im Kampf um den direkten Ligaerhalt. Den Schwyzern hätte sich mit einem Sieg die Chance geboten, Barrage-Platz 11 wieder zu verlassen.
Für die Musik sorgte an diesem Freitagabend aber weitgehend das Heimteam, begünstigt auch durch einen Shooters-Auftritt, der in defensiver Hinsicht vor allem in der ersten Halbzeit diverse Wünsche offenliess. Weil die Gäste gegen die zahlreich über den Kreis durchgeführten Spielzüge der Aargauer im ersten Durchgang nie ein Mittel fanden, vermochten die Gastgeber auf diesem Weg immer wieder zu ihren Torerfolgen zu gelangen. Und weil sich die Shooters daneben auch in der Offensive einige Unzulänglichkeiten leisteten und die Anzahl an ungenauen Zuspielen und technischen Fehlern deutlich zu hoch war, rannten die Shooters von Beginn an einem Rückstand hinterher, der sich nach der Startviertelstunde bei zwei bis vier Toren einpendelte und kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit erstmals bei sechs Toren angelangt war (15:21). In der Folge war im Defensivverhalten der Gäste zwar eine Steigerung auszumachen, sodass zumindest die Kreisanspiele der Gastgeber nun deutlich weniger von Erfolg gekrönt waren. Spätestens in dieser Phase hätte sich gezeigt, dass der Kontrahent aus Brugg keinesfalls ein unüberwindbares Hindernis dargestellt hätte. Weil die Schwyzer im Angriff aber weiterhin sündigten, stand eine Aufholjagd kaum je zur Diskussion. Auch die vorhanden gewesenen Chancen, den Rückstand zumindest auf drei Tore zu reduzieren, blieben allesamt ungenutzt. «Brugg war nicht zwingend besser, spielte aber cleverer und machte deutlich weniger Eigenfehler», musste Shooters-Trainer Adolf Ulrich nach Spielschluss feststellen. Statt doch noch die Wende zu erzwingen, setzten sich die Gastgeber so in der Schlussphase entscheidend ab.

Barrage am Sonntag fix?
Noch ist im Abstiegskampf alles offen, der Shooters-Rückstand auf den rettenden zehnten Platz beträgt vor der Runde vom Wochenende nach wie vor ein Punkt. Der direkte Konkurrent Muri trifft am Samstag auf Leader Mutschellen, einen Tag später, wenn bereits der nächste Shooters-Auftritt ansteht, geht es für die Schwyzer zum Tabellenzweiten Borba Luzern. Von einer Rückeroberung des zehnten Platzes bis zum bereits definitiven Gang in die Barrage (im Falle eines Sieges von Muri und einer Shooters-Niederlage am Sonntag) ist an diesem Wochenende alles möglich. «Der Druck wird nicht kleiner», ist für Trainer Ulrich jedenfalls klar. Das gilt auch für eine allfällige Barrage, in welcher sich die Shooters mit zwei weiteren Zweitletztplatzierten aus anderen Gruppen zu messen hätten und dort Platz 1 erreichen müssten, um die Liga zu halten. Soweit ist es aber noch nicht.
Die Aufstellung:
Betschart/Derler; Dürrenmatt, Fischlin, Henseler (3), Inderbitzin (2), Kljajic (1), Reichmuth (1), Stalder M. (1), Stalder N. (7/5), Staub E. (1), Staub J. (4), Wyss (3), Ziswiler (1).

Foto: Andy Scherrer / topsportfotografie.ch