Konzentrationsschwächen wogen zu schwer

04.12.21 10:15 Uhr in Arbon Sporthalle
Juniorinnen U14 Promotion
SG Lakers - HSG Mythen-Shooters
34:27 (20:10)

Die U14-Juniorinnen der HSG Mythen-Shooters haben im Hinspiel der Inter-Aufstiegspool einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Einerseits überzeugten die Schwyzerinnen am Samstag einmal mehr mit gutem Kampfgeist. Mit etwas mehr Konzentration wäre aber auch ein noch weitaus besseres Ergebnis möglich gewesen.

Verschlafene Shooters wurden überrannt
Ja, es war anzunehmen, dass die Shooters mit der SG Lakers, einer Spielgemeinschaft aus Arbon und Romanshorn, die ihre Vorrundengruppe als Sieger abgeschlossen hat, auf ein hartes Kaliber im Kampf um die Inter-Promotion treffen würden. Der am Samstag aus Schwyzer Optik völlig verunglückte Start (0:6 nach sechs Minuten) aber nur der dann auch tatsächlich sichtbar gewesenen Stärke des Gegners zuzuschreiben, wäre dann aber doch etwas gar einfach gewesen. So machten es die Shooters ihrem Gegner in jenen ersten Minuten der Partie auch äusserst einfach, diverse Ballverluste und eine oftmals zu zaghafte Abwehr auf Schwyzer Seite verhalfen den Thurgauerinnen zur frühen komfortablen Führung. In der Folge fanden die Gäste in der Arboner Sporthalle zwar etwas besser den Tritt, leisteten sich aber immer wieder einige Unzulänglichkeiten, die auf fehlende Konzentration zurückzuführen waren. Der Rückstand wuchs so bereits zur Pause in den zweistelligen Bereich an, später wurde die Hypothek zwischenzeitlich gar noch deutlicher. Es war dann der auch am Samstag einmal mehr wieder einwandfreien Kampfkraft der Schwyzerinnen zu verdanken, dass die Hypothek bis zum Schluss wieder in erträglichere Masse reduziert werden und die Shooters die zweite Halbzeit letztlich gar «gewinnen» konnten.

Nur Kampf alleine genügt nicht
Trotzdem musste am Ende auch festgestellt werden, dass mit einer konzentrierteren Darbietung womöglich auch ein noch besseres Ergebnis in Reichweite gelegen wäre, hätten sich die Shooters nicht eine derart hohe Anzahl an Unkonzentriertheiten geleistet. Natürlich darf hierbei nicht vergessen werden, dass die Schwyzerinnen am Samstag aufgrund von quarantänebedingten Absenzen (erneut) mit einem äusserst schmalen Kader auskommen mussten, das diesmal aus lediglich acht Spielerinnen bestand. Das kann zumindest als ein Teilgrund für die – im Verlauf des Spiels wohl auch bedingt durch aufkommende Müdigkeit – hohe Fehlerquote angefügt werden. Als Ausrede taugt dieser Fakt alleine aber nicht. Genauso wäre es falsch, die Gründe für diesen zumindest streckenweise ungenügenden Auftritt beim Gegner oder Schiedsrichter zu suchen. Das gilt ebenso für die bedingt durch den frühen Spielbeginn ungewöhnliche Abfahrtszeit (06.15 Uhr!).
Immerhin: Dank ihrem guten Kampfgeist haben sich die Shooters, denen zwischenzeitlich eine echte Klatsche drohte, eine Hintertür für die Inter-Promotion offengelassen, wobei nun im Rückspiel vom kommenden Sonntag in Goldau ein deutlicher Sieg nötig sein wird, um den Aufstieg doch noch zu schaffen. Dass ein guter Kampfgeist dafür alleine nicht ausreichen wird, wurde den Shooters am letzten Samstag nun vor Augen geführt. Und doch haben sich die Schwyzerinnen die nun noch vorhandene Mini-Chance auf den Aufstieg weiterhin verdient. Auch deshalb, weil sie am vergangenen Samstag nicht zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit unter Beweis stellten, dass ihr Kampfgeist absolut intakt ist.
Die Aufstellung:
Alimpic; Betschart, Bürgi, Gwerder, Heinzer Sa., Heinzer So., Melchior, Räss.

Der HC Goldau dankt an dieser Stelle herzlich seinem Gönnerverein club84, der im Rahmen seiner grosszügigen Unterstützung zu Gunsten der Juniorenabteilung die Kosten für die Zugreise der Shooters U14-Juniorinnen nach Arbon übernahm.