Mit toller Moral zum Sieg
Geschrieben von webmaster am 08.03.10 22:42
SG Ruswil/Wolhusen – HSG Mythen-Shooters 28:29 (15:11)
Herren, 3. Liga
Dem Fanionteam ist die Hauptprobe für das Final Four geglückt: Exakt eine Woche vor dem Halbfinalauftritt gegen den 2.-Ligisten Stans in Ruswil feierten die Shooters im letzten Spiel vor dem Cup-Highlight an selber Ort und Stelle den vierten Sieg in Folge. Dass dieser zu Stande kam, war auf die tolle Moral der Schwyzer zurückzuführen, dank welcher die Partie trotz eines zwischenzeitlichen 7-Tore-Rückstands noch gedreht werden konnte.
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Defensivprobleme
Mit der SG Ruswil/Wolhusen schien auf die Shooters ein machbarer, wenn auch unangenehmer Widersacher zu warten. Zwar sind die Luzerner in der Tabelle bloss auf einem Mittelfeldplatz klassiert, doch immerhin fügten sie den Schwyzern beim Hinrundenduell im November die bislang einzige Heimniederlage zu. Klar, dass die Shooters nun auf Revanche brannten. Gleichzeitig wollte das Fanionteam mit einem Vollerfolg aber auch seine Position in der Spitzengruppe der Rangliste wahren und zudem das letzte Spiel vor dem Final Four-Abenteuer unbedingt erfolgreich über die Bühne bringen.
Zu Beginn jedoch sah es gar nicht nach einem wunschgemässen Shooters-Abend aus: Es schlichen sich bei den Schwyzern vor allem in der Abwehr immer wieder grobe Schnitzer ein, wodurch den Gastgebern das Toreschiessen leicht gemacht wurde. So war es nicht verwunderlich, dass die Schwyzer schon bald mit vier Toren im Hintertreffen lagen. Auch als die Shooters in der Abwehr einige Änderungen vornahmen, blieben die massiven Probleme in der Hintermannschaft grösstenteils ungelöst. So schafften es die Gäste im ersten Durchgang nie, den sich früh eingehandelte Vier-Tore-Rückstand bis zur Pausensirene wenigstens zu verringern und der erhoffte Sieg war nach den ersten 30 Minuten in weite Ferne gerückt.
7-Tore-Rückstand weckte Shooters
Für die zweite Hälfte war also eine Reaktion gefordert. Doch weil den Shooters auch der Start in den zweiten Durchgang völlig missriet, waren in dieser Phase die Gastgeber wesentlich näher dran an der Entscheidung als denn die Schwyzer einer Aufholjagd. Spätestens als die Luzerner auf sieben Tore davonziehen konnten, schien die Sache gelaufen und die erste Niederlage seit Mitte Januar für die Shooters kaum mehr abwendbar.
Doch auch ein derartiger Rückstand ist eben im schnelllebigen Handballsport noch immer kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Die Shooters zumindest schienen auch trotz dieser hohen Hypothek noch immer an ihre Chance zu glauben. Just nachdem sich die Gastgeber mit sieben Toren absetzten, schien ein gewaltiger Ruck durch das Team von Roli Suter zu gehen. Plötzlich klappte die Abwehrarbeit bestens und auch in der Offensive, in welcher man sich bis dato ebenfalls keine Bestnoten verdiente, machten die Gäste nun immer mehr positiv von sich reden. So gelang es tatsächlich, die Führung der Luzerner nochmals arg ins Wackeln zu bringen. Begünstigt wurde diese Aufholjagd allerdings auch durch Verletzungen zweier wichtiger Ruswiler Akteure. Beide konnten die Partie nicht zu Ende spielen, wobei beide dieser gewichtigen Ausfälle ohne Fremdeinwirkungen zu Stande kamen. Den erlittenen Substanzverlust vermochten die Gastgeber nicht wettzumachen und somit war der Weg für die Shooters definitiv frei für eine spektakuläre Wende der Partie. Es dauerte allerdings bis eine Minute vor Schluss, ehe den Gästen die erstmalige Führung gelang. Den Gastgebern hätte sich zwar noch genügend Zeit geboten, um in den verbleibenden knapp 60 Sekunden noch den Ausgleich zu markieren und damit sich wenigstens noch einen Zähler zu sichern. Doch schliesslich verteidigten die Shooters ihren Mini-Vorsprung erfolgreich und ergattern sich so zwei schon verloren geglaubte Punkte.
In der Spitzengruppe festgesetzt
Um solch ein Spiel noch wenden zu können, braucht es definitiv auch das Quäntchen Glück dazu. Gleichzeitig bestätigen solche Erfolge aber auch, dass die Moral des Teams absolut intakt ist. Nicht wenige Mannschaften wären nach einem Rückstand von sieben Toren in der zweiten Hälfte wohl total eingebrochen. Die Shooters aber kämpften unbeirrt weiter und verliessen das Parkett dank dieses Kraftaktes nun schon zum vierten Mal in Serie als Sieger. Damit hält sich die erste Mannschaft weiterhin in der Spitzengruppe der Tabelle. Fünf Runden vor Schluss grüsst man nach wie vor von Platz drei, nach Verlustpunkten stehen die Shooters nun aber gar noch einen Rang besser da. All diese positive Nachrichten scheinen Grund genug zu sein, um kommenden Samstag mit einem guten Gefühl die nächste Reise nach Ruswil antreten zu können. Das Final Four kann kommen!
Die Aufstellung:
Beeler/Schnellmann; Auf der Maur, Catanzaro, Christen, Geiger, Heinzer, Huwiler, Sager, Speck, Styger, Suter, Zgraggen.